Mittwoch, 18. April 2012

Im Land der Kaiser

Aus misteriösen Gründen, hat sich dieser Post nach vorne verschoben.... Da ich weder weiss, wie man das wieder rückgängig machen kann, noch ihn löschen will, lasse ich ihn einfach mal hier, aber er gehört natürlich zum Januar

Ich glaube, es wird langsam Zeit, von meiner Reise nach China zu berichten..
Wir kamen am 26. Dezember nach einer dreizehnstündigen Busfahrt in der sechs Millionen Einwohnerstadt Harbin an. An der Grenze waren wir ziemlich lange angehalten worden, weil sich die Zöllner anscheinend nicht gewohnt waren, dass nicht nur Russen und Chinesen die Grenze übertreten. Wir zehn Austauschschüler haben ziemlich lange auf unsere Stempel gewartet… Dafür bekam ich ganz viele Komplimente für meinen wunderschönen Pass:)) In Harbin lebten wir für zwei Wochen in einem Studentenwohnheim der University of Technology. Diese hat einen riesigen Campus mit Banken, Restaurants, Sportplätzen und, und, und…  Wir hatten jeden Tag vier Stunden Chinesischunterricht, wobei man sagen muss, dass ich nicht allzu viel gelernt haben, denn die Hausaufgaben habe ich so gut wie nie gemacht.  Dummerweise gab es am Schluss einen Test, damit wir ein Diplom erhielten und unseren Leitern schien es extrem wichtig zu sein, dass wir diesen bestehen. Also habe ich doch ein bisschen gelernt und jetzt habe ich ein Zertifikat, das besagt, dass ich zwei Wochen lang Chinesisch gelernt habe. Ich glaube zwar nicht, dass mir das mal was bringen wird, aber es ist immerhin ein schönes Andenken. 
Eines der Highlights war wohl der Besuch der Eisstadt. Sie ist riesig und das Eis wird von innen heraus farbig beleuchtet. Es war nur extrem kalt, wie die ganze Zeit über in Harbin (ungefähr minus 30) und deshalb musste ich mich für den Schluss in ein völlig überteuertes Restaurant retten. Es hatte dort Preise wie in der Schweiz, wo man doch sonst ein ganzes Menu für umgerechnet einen Franken bekommt! Es war aber trotzdem super. Silvester haben wir übrigens ganz unspektakulär in einer Bar verbracht. Danach sind wir zurück zur Uni gegangen und haben – wie fast jeden Abend- Karten gespielt. Das ist ein Tick der Austauschschüler in Wladiwostok, sie spielen überall wo’s möglich ist Karten, aber ich muss sagen, ich bin auch schon etwas abhängig:)) Das einzige Feuerwerk, das ich gesehen habe war das, welches im Fernseher gezeigt wurde, denn in China wurde das Neue Jahr ja erst Mitte Januar gefeiert. 

Schule
 

die Eisstadt mit einer Rutsche im Vordergrund



Nach den zwei Wochen Harbin sind wir im Zug weiter nach Peking. Dort haben wir fünf Tage lang Exkursionen gemacht; den Winterpalast, die Chinesische Mauer, die Verbotene Stadt und so weiter gesehen. Echt eine super Stadt mit all dem historischen und modernen so nahe beieinander. 
Danach ging’s auch schon wieder im Nachtzug zurück nach Harbin (an dieser Stelle eine kurze Anmerkung: lasst nie eure Uhr unbeaufsichtigt in einer Jeans liegen, es könnte sein, dass sie wenn ihr das nächste Mal nachschaut weg ist…), und von dort aus am nächsten Tag im Bus nach Wladiwostok.

In den drei Wochen China habe ich wegen des Smogs kein einziges Mal blauen Himmel gesehen, ein bisschen eine Idee davon bekommen, wie die chinesische Sprache funktioniert und vor allem unglaublich gut gegessen. Mein Russisch hat sich definitiv nicht verbessert (es lebe die englische Sprache!), aber auch nicht merklich verschlechtert. Als ich zurückkam hat mich zu Hause übrigens schon der Weihnachtsbaum erwartet, den meine Gastfamilie extra noch etwas länger stehen lassen hat. Und das Beste: Es hatte sogar ein Geschenk drunter!
auf der Chinesischen Mauer
Platz des Himmlischen Friedens

vor dem Olympiastadion

Verbotene Stadt


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