Wie schon angekündigt war ich während der Ferien für fünf
Tage in dem vier Autostunden entfernten Wladiwostok. Am Sonntag, also am
Tag an dem ich abreiste flog auch meine Gastschwester nach Deutschland. Sie
hatte endlich ihr Visum erhalten und ihre Gastfamilie war auch wieder aus den
Ferien zurückgekehrt. Ich wollte sie am Morgen noch verabschieden und habe mir
deshalb extra den Wecker auf meinem Handy gestellt. Russland stellt
dieses Jahr zum ersten Mal nicht mehr von Sommer- auf Winterzeit um. Das wusste
mein Handy dummerweise nicht und hat mich eine Stunde zu spät geweckt; Katja war
schon weg. Ich habe mich soooo geärgert, denn wer weiss, wann ich sie zum nächsten Mal sehen werde...
Die fünf Tage Wladiwostok waren genial! Ich habe dort in
einer Gastfamilie bestehend aus Eltern, 23-jähriger Bruder und 17-jähriger Schwester, die selbst ein Jahr mit Rotary in Indonesien war und Hund gewohnt. Ich habe mich irgendwie sofort zu Hause gefühlt, denn es war alles so ähnlich wie hier: Die Wohnung, das Haustier eine super fürsorgliche Mutter, ein witziger Vater...
Am Morgen gingen wir (also Vinicio und ich) jeweils mit den anderen Austauschschülern zur Schule. Diese gehen nämlich alle in die gleiche Privatschule, deshalb haben sie auch keine Ferien. Sie unterscheidet sich in ziemlich vielen Punkten von meiner Schule: Die Lektionen dauern nicht 45 Minuten sondern eine Stunde und zwanzig Minuten, die Klassen sind kleiner (10-15 Leute) und während den Stunden kann man sich praktisch so laut mit seinem Banknachbar unterhalten wie man will. Das ist es auch was ich mit Fritz, dem Austauschschüler von Deutschland, mit dem ich in der Klasse war die ganze Zeit über gemacht habe. Wir hätten eigentlich jeden Tag drei Stunden Schule gehabt, sind aber meist nicht zu allen Lektionen gegangen, denn darum, ob ein paar Austauschschüler fehlen kümmert sich hier niemand. Wir sind dann jeweils in das Cafe neben der Schule gesessen und haben Karten gespielt, was in Russland in der Öffentlichkeit eigentlich verboten wäre:) Danach gingen wir durch Wladiwostok spazieren. Diese Stadt ist viiiel europäischer Nachodka. Die Strassen sind besser, es hat überall Bildschirme auf denen Werbung gezeigt wird und es sieht einfach moderner und auch etwas sauberer aus. Ausserdem hat es den ganzen Tag Stau. Wirklich den ganzen Tag, ohne Ausnahme! Und es gibt die schönsten Sonnenuntergänge hier, die ich jemals gesehen habe. In Wladiwostok haben mir zwar immer alle Leute ihr Beileid ausgedrückt, dass ich in einem "Dorf" wie Nachodka wohne (ich habe ihnen nicht gesagt, dass ich in der Schweiz in einem 800-Seelendorf lebe), aber ich war doch froh, nach 6 Tagen in dieser hektischen Stadt wieder in mein "Dörfchen" zurückkehren zu dürfen.
Am Morgen gingen wir (also Vinicio und ich) jeweils mit den anderen Austauschschülern zur Schule. Diese gehen nämlich alle in die gleiche Privatschule, deshalb haben sie auch keine Ferien. Sie unterscheidet sich in ziemlich vielen Punkten von meiner Schule: Die Lektionen dauern nicht 45 Minuten sondern eine Stunde und zwanzig Minuten, die Klassen sind kleiner (10-15 Leute) und während den Stunden kann man sich praktisch so laut mit seinem Banknachbar unterhalten wie man will. Das ist es auch was ich mit Fritz, dem Austauschschüler von Deutschland, mit dem ich in der Klasse war die ganze Zeit über gemacht habe. Wir hätten eigentlich jeden Tag drei Stunden Schule gehabt, sind aber meist nicht zu allen Lektionen gegangen, denn darum, ob ein paar Austauschschüler fehlen kümmert sich hier niemand. Wir sind dann jeweils in das Cafe neben der Schule gesessen und haben Karten gespielt, was in Russland in der Öffentlichkeit eigentlich verboten wäre:) Danach gingen wir durch Wladiwostok spazieren. Diese Stadt ist viiiel europäischer Nachodka. Die Strassen sind besser, es hat überall Bildschirme auf denen Werbung gezeigt wird und es sieht einfach moderner und auch etwas sauberer aus. Ausserdem hat es den ganzen Tag Stau. Wirklich den ganzen Tag, ohne Ausnahme! Und es gibt die schönsten Sonnenuntergänge hier, die ich jemals gesehen habe. In Wladiwostok haben mir zwar immer alle Leute ihr Beileid ausgedrückt, dass ich in einem "Dorf" wie Nachodka wohne (ich habe ihnen nicht gesagt, dass ich in der Schweiz in einem 800-Seelendorf lebe), aber ich war doch froh, nach 6 Tagen in dieser hektischen Stadt wieder in mein "Dörfchen" zurückkehren zu dürfen.
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| Ein patriotisches Foto mit allen Austauschschülern plus zwei russischen Begleitern |
Am letzten Mittwoch hat es hier zum ersten Mal geschneit! Zwar nicht viel, aber der Schnee ist ein Weile liegen geblieben, was mich unglaublich gefreut hat! Am Samstag hat es dann nochmals geschneit, und es hat noch immer ein wenig Schnee draussen. Es hat hier überhaupt ziemlich abgekühlt: Heute Morgen hatte es -10 Grad und dazu starker Wind. Ich habe jetzt auf meine russische Winterjacke gewechselt, und bin echt froh, dass ich sie habe. Und enttäuscht, dass ich nicht in Sibirien platziert wurde bin ich auch nicht mehr; diese Temperaturen reichen mir bei weitem.
| auf dem Nachhauseweg von der Schule |
Ansonsten ist wirklich nicht viel Neues geschehen. Ich werde aber versuchen, in Zukunft keine solch langen Pausen mehr zu machen, aber ich hatte einfach überhaupt keine Lust zu schreiben.
